LDM kompakt – wie berechnet man, wie viele Paletten in einen Lkw passen?

Konrad Spuła | Paweł Kempa

Aktualisiert 03.02.2026 | Veröffentlicht 16.08.2023

4 min Lesezeit

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Bevor wir einen Transport beauftragen, lohnt es sich zu prüfen, welche Verlade-/Ladekapazitäten uns zur Verfügung stehen – also wie viele Paletten in den Lkw passen. Dieses Wissen erleichtert die Zusammenarbeit mit dem Transportunternehmen, das statt eines größeren Fahrzeugs eine günstigere, passgenaue Lösung vorschlagen kann.

Der Artikel besteht aus zwei Teilen. Der erste enthält die wichtigsten Informationen in komprimierter Form, der zweite erweitert das Thema um nicht standardmäßige Situationen (Sonderfälle).

Wie berechnet man, wie viele Paletten in einen Lkw passen?

Zur Berechnung des Laderaums verwendet man den Parameter LDM (engl. Loading Meters). Er bezeichnet die Anzahl der laufenden Meter, die Paletten entlang der Fahrzeuglänge belegen. Anders gesagt: Je länger der Laderaum, desto mehr LDM stehen zur Verfügung.

Wenn wir z. B. 15 EUR-Paletten transportieren möchten, ergibt die Berechnung, dass sie 6 LDM belegen, also sechs Meter Ladefläche. Das ist zu viel für Fahrzeuge vom Typ „BUS“, aber ideal für ein „SOLO“.

Den LDM-Wert für unsere Sendung können wir mit einer einfachen Formel berechnen. Beachten Sie, dass es zwei grundlegende Palettentypen gibt: EUR-Paletten und sogenannte „Standardpaletten“ / „UK-Paletten“. Sie haben unterschiedliche Abmessungen – daher müssen unterschiedliche Formeln verwendet werden.

Formel zur LDM-Berechnung

PalettentypPalettenmaßLDM-Formel
EUR-Palette120 x 80 cmAnzahl der Paletten × 0,4 m
Standardpalette / UK-Palette120 x 100 cmAnzahl der Paletten × 0,5 m

Wenn alle Lkw-Typen die gleiche Laderaumlänge hätten und Paletten nur in einer einzigen Größe vorkämen, wäre die LDM-Berechnung sehr einfach. Die Realität ist jedoch komplexer: Modelle innerhalb derselben Fahrzeugklasse können sich in den Abmessungen unterscheiden – ebenso die Paletten. Dennoch kann man zur groben Abschätzung, wie viele EUR-Paletten in eine sogenannte „pace“ passen, die folgende Übersicht verwenden:

Wie viele Paletten passen in den Laderaum eines Fahrzeugs?

Fahrzeugtyp & LaderaumLDM / Laderaumlänge (m)Anzahl EUR-PalettenNutzlastBe-/Entladung
Standard-Planenauflieger (Curtainsider / Tautliner)13,6 3424 toben, hinten, seitlich
Kühlauflieger (temperaturgeführt)13,63422 thinten
Isotherm-Auflieger13,63422,5 thinten
„SOLO“ (Plane), z. B. Mercedes Actros, Iveco Daily6-915-2213 toben, hinten, seitlich
„BUS“ (Plane), z. B. Mercedes Sprinter4,2-4,88-101,1 toben, hinten, seitlich
„BUS“ (Kastenaufbau / „Blechkasten“ / Panel Van), z. B. Fiat Ducato3,861,25 thinten

Detaillierte Informationen zu Laderaumabmessungen von Nutzfahrzeugen sowie zur maximalen Nutzlast finden Sie hier

Rozmieszczenie palet w ładowni cieżarówki

Palettenanordnung im Laderaum und LDM

Paletten können mit der längeren oder kürzeren Seite zueinander angeordnet werden, um den Laderaum optimal zu nutzen. Fahrzeuge vom Typ „SOLO“ und größer haben eine Standard-Innenbreite von 245 cm – das bedeutet, dass drei EUR-Paletten, nebeneinander mit der langen Seite ausgerichtet, 1,2 LDM belegen.

Die folgenden Beispiele zeigen die möglichen Palettenanordnungen sehr anschaulich:

Beispiel 1: 3 EUR-Paletten × 0,4 m = 1,2 LDM
Beispiel 2: 5 EUR-Paletten × 0,4 m = 2 LDM

Im obigen Beispiel haben wir die Abmessungen eines „SOLO/FTL“-Fahrzeugs verwendet. Man sollte jedoch beachten, dass andere Fahrzeugkategorien unterschiedliche Innenbreiten haben können – z. B. liegt die Innenbreite von „Bus“-Fahrzeugen je nach Aufbau typischerweise zwischen 210 cm und 245 cm.

Information ist entscheidend – woran sollte man im Gespräch mit dem Spediteur denken?

Der Teufel steckt im Detail – und diese Details ergeben sich meist aus fehlenden Informationen zwischen Kunde und Transportunternehmen, z. B. zu ungleich verteilten Palettengewichten oder zu nicht standardmäßigen Palettenabmessungen. Das veranschaulicht ein Beispiel, das unser Spediteur genannt hat.

Ich erhielt vom Kunden die Information, dass er zwei Paletten mit den Abmessungen 120 × 400 cm und einem Gesamtgewicht von 2.000 kg transportieren möchte. Im Gespräch fragte ich nach dem Gewicht der einzelnen Paletten. Es stellte sich heraus, dass es eine große Diskrepanz gab: Eine Palette wog 300 kg, die andere sogar 1.700 kg.

Hätte ich nicht nach den Details der Ladung gefragt, wäre ein „SOLO“ (7,5 t) zur Beladung gefahren. Wenn man die beiden Paletten nebeneinander geladen hätte, hätte eine Fahrzeugseite überlastet werden können. Dank der zusätzlichen Informationen vom Kunden habe ich den Transport mit einem längeren Fahrzeug beauftragt, sodass beide Paletten hintereinander geladen werden konnten.

Ein vertieftes Gespräch mit dem Kunden hilft nicht nur, das passende Fahrzeug auszuwählen, sondern auch Missverständnisse zu vermeiden. Denken wir daran: Was für die einen selbstverständlich ist, muss für andere nicht genauso verständlich sein. Ein gutes Beispiel sind Palettenmaße – es lohnt sich, diese bereits bei der Angebotsanfrage anzugeben. Neben den am häufigsten verwendeten EUR- und UK-Paletten kommen im Transport auch Ladungsträger mit unregelmäßigen Abmessungen vor.

Wenn Sie sicher sein möchten, dass Ihr Auftrag sicher umgesetzt wird und der Laderaum optimal genutzt ist (was sich in der Regel in einem möglichst vorteilhaften Frachtangebot widerspiegelt), kontaktieren Sie uns – wir helfen Ihnen gerne weiter und beraten Sie, wie Sie am besten vorgehen. Wir sind nicht nur im Transport schnell – auf E-Mails antworten wir innerhalb einer Minute. Überzeugen Sie sich selbst 🙂 spedycja@visline.pl

Konrad Spuła

Brand & Content Marketing Manager

Brand & Content Marketing Manager z 15-letnim doświadczeniem. Dziennikarz bacznie śledzący branżę TSL i świat technologii cyfrowych.

Paweł Kempa

Solo Freight Manager

With over 11 years of experience in the TSL industry, specializes in international road freight transport. The strongest expertise lies in organizing and managing dedicated transport operations using 7.5-ton vehicles, primarily for manufacturing companies, the retail sector, and event logistics. Experienced in handling complex transport projects, including ADR (dangerous goods), with a strong focus on precision, timing, and safety. Specialization covers the European Union, the United Kingdom, Switzerland, and Norway, supported by an in-depth understanding of the specific requirements and operational challenges of these markets.